Landleben

Energien

Autarkes Leben – Selbstversorgung auf dem Land

Autarkes Leben – Selbstversorgung auf dem Land

von N. N.

Noch mehr Informationen rund um die Themen Autarkes Leben, Krisenvorsorge und Prepping findet man in der preppingcommunity.de.

Anzeige

Heutzutage lebt jeder zweite Mensch dieser Welt in einer Stadt. Diese statistische Kennzahl ist natürlich nur eine nüchterne Ausdrucksweise für die sogenannte Urbanisierung, deren Fortschreiten im Grunde genommen schon seit vielen Jahrhunderten zu beobachten ist. In Kombination mit den Errungenschaften der Industrialisierung und der immer weiter aufgespaltenen Spezialisierungen hat dieser Trend zu einem Alltag geführt, der nicht weiter von den Ursprüngen entfernt sein könnte.

Es geht allerdings auch vollkommen anders. Selbst heute noch ist es möglich, weitestgehend autark zu leben. Diese Lebensweise mag puristisch anmuten und ist vermutlich auch genau das – an der Faszination am Leben in völliger Eigeninitiative ändert das jedoch nichts.

„Back to the roots“: der Schlüssel zum Erfolg

Am Anfang stand das Wasser – und tut es in manchen Situationen auch heute noch. Die Flüssigkeit der Natur ist gerade für Selbstversorger eine unverzichtbare Ressource und verdeutlicht eindrucksvoll, warum Wasser auch als Quell des Lebens bezeichnet wird. Die Notwendigkeit des Wassers zieht sich durch alle Bereiche der eigens geführten Prozesse, angefangen natürlich beim täglich benötigten Trinkwasser bis hin zur Bewässerung ganzer Plantagen. Die Frage, auf welche Weise Wasser gewonnen – und nutzbar gemacht – werden kann, ist somit der erste und wichtigste Punkt des gesamten Vorhabens.

Die Lösung ist dabei nicht schwer zu erraten. Sie hört auf die Bezeichnung Brunnen und erfordert Kenntnisse über den Grundwasserspiegel sowie die Beschaffenheit der Bodenschichten. Mithilfe unterirdischer Silos können außerdem große Mengen an Regenwasser gesammelt werden, die per Filtermethode in den häuslichen Wasserkreislauf integriert werden können.

Das tägliche Brot: natürliche Kostbarkeiten

Die Nahrungsbeschaffung ist vermutlich das, was dem Menschen auch heute noch am nächsten ist. Der Grund dafür ist offensichtlich, schließlich gibt es selbst im 21. Jahrhundert etliche Hobby-Gärtner, teils sogar äußerst ambitionierte, deren landwirtschaftlicher Ertrag durchaus ernst zu nehmen ist. Obst- und Gemüsebeete sind dabei nur die eine Seite der Medaille. Für einen ganzheitlichen Speiseplan empfehlen sich darüber hinaus die Haltung von Milchkühen und Hühnern, sodass ein Eiweißmangel völlig ausgeschlossen ist. Hinzu kommen noch Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste, die Kraft der Ofenhitze zu schmackhaftem Brot verarbeitet werden können.

Energie: natürliche Ressourcen nutzen

Ein landwirtschaftlich geprägtes Leben in völliger Autarkie ist keinesfalls mit steinzeitlichen Verhältnissen gleichzusetzen. Nichts spricht dagegen, das eigene Heim mit beliebiger Elektronik zu versehen, sofern die notwendige Energie selbst generiert werden kann.

An dieser Stelle kommen natürlich die erneuerbaren Energien ins Spiel. Allen voran Wind und Sonne, je nach Lage aber auch fließende Gewässer, sind dank der heutigen technischen Möglichkeiten effektiv nutzbar. Die genaue Planung sollte jedoch schon vor dem ersten Spatenstich in das Konzept des Hauses eingearbeitet werden. Das gilt vor allem für die Sonne, deren Energie per Photovoltaikanlage nur dann bestmöglich genutzt werden kann, falls das Haus entsprechend ausgerichtet ist und das Dach die geeignete Neigung hat. Darüber hinaus tragen große Fenster zu sonnenintensiven Seiten stark zum Wärmehaushalt bei.

Wind- und womöglich auch Wasserräder vervollständigen die Varianten, die Kraft der Natur ohne schädliche Nebenwirkung in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Selbstversorgung als Sicherung des Überlebens?

Nicht wenige Menschen befürchten eine Eskalation der Finanzkrise, einen Zusammenbruch der Eurozone – einschließlich Währungsreform – oder sogar einen einschneiden Wandel in unserer bisherigen Lebensweise, hervorgerufen durch globale Konflikte, Wetterkatastrophen bis hin zu Prophezeiungen über einen bevorstehenden, weltumspannenden Umbruch der Menschheitsgeschichte.

Wenn man ein derartiges Szenario gedanklich durchspielt, ist eine Analyse der augenblicklichen Gegebenheiten unumgänglich. Zum Beispiel ist eine Lagerung von Lebensmitteln im Hause – wie es noch zu Zeiten unserer Großeltern gebräuchlich war – heutzutage nicht mehr üblich und selbst unsere Supermärkte haben Ihre Lagerhaltung auf die Straße verlegt (just in time). Diese Infrastruktur könnte durch eine drastische Verknappung und Preisexplosion von fossilen Brennstoffen massiv gefährdet sein. Zusätzlich ist ein flächendeckender Ausfall der Stromversorgung ein weiterer Punkt, der unser bisheriges Leben auf den Kopf stellen würde und massive Einschnitte zur Folge hätte, da zum Beispiel auch unsere Wasserversorgung abhängig vom Strom ist.

In Krisenzeiten war und ist eine unabhängige Selbstversorgung stets sehr von Vorteil. Obst und Gemüse werden im eigenen Garten angebaut, Wasser erhält man aus Brunnen oder Zisternen, Brot kommt aus dem hauseigenen Lehm-Ofen, selbst gehaltenes Vieh, wie Hühner oder Ziegen, bieten einen ausreichenden Nachschub an Eiern und Milch.

Anzeige

Nicht allen Menschen, die eine Krise als denkbar erachten, ist es möglich, eine so einschneidende Änderung ihrer Lebensweise zu realisieren. Ihnen sei empfohlen, sich bestmöglich zu informieren und sich ggf. mit einer Notausrüstung auszustatten. Hilfestellung in Form von Literatur erhält man in Buchhandlungen oder auf Websites. Wer die Anschaffungskosten einer solchen Krisenausstattung nicht scheut, kann seinen Ängsten mittels einer Grundausstattung begegnen.