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Gartengemüse hoch im Kurs

Gartengemüse hoch im Kurs

von Tina Keil

Gerade zu Zeiten des Bakteriums EHEC ist Gemüse ein allgegenwärtiges Thema. Zum Schutz der Familie verzichten im Augenblick viele auf die gesunde Rohkosternährung. In solchen Fällen steht das eigene Gartengemüse ganz oben auf der Speiseliste.

Selbst angebautes Gemüse schmeckt besser, es duftet großartig nach der jeweiligen Gemüseart und man spart dabei noch Geld. Außerdem weiß man, dass die Pflanzen ohne schädliche Pestizide oder andere Verunreinigungen gewachsen sind.

Gekaufte Gemüsesorten aus dem Supermarkt sehen alle gleich aus, haben dieselbe Größe, dieselbe Farbe und haben garantiert durch den langen Transport viel weniger Vitamine als das Gemüse aus dem eigenen Garten. Hinzu kommt das Unwissen, welchen Zusätzen das Gemüse ausgesetzt war und in welcher Umgebung die Tomate oder der Salatkopf wirklich gewachsen ist.

Das Anlegen eines eigenen Gemüsegartens ist gar nicht schwierig – man benötigt lediglich etwas Platz im Garten, der Sonne bekommt und nicht im Schatten von Bäumen oder des eigenen Hauses liegt. Wer plant, das Gemüse auch im Winter zu ernten, muss sich um ein Gewächshaus kümmern. Hier kann man auch schon im Winter Jungpflanzen ziehen, die dann Sommer ins Gemüsebeet gepflanzt werden. Außerdem bietet das Gewächshaus den knackigen Salatköpfen Schutz vor den gefräßigen Schnecken.

Ist der Gemüsegarten wirklich dazu gedacht, das gesamte Gemüse für die ganze Familie zu ernten, wird natürlich mehr Platz benötigt. Hier ist es sinnvoll, vorher über das Anlegen von Wegen zwischen den Beeten nachzudenken, damit alle Gemüsesorten erreicht werden und das Wasser ordentlich verteilt werden kann.

Vor dem Setzen der Gemüsesamen oder Jungpflanzen muss das Beet vorbereitet werden. Es muss von Unkraut befreit werden und frei von naheliegenden Baumwurzeln sein. Halten Sie am besten 10-20 Meter Abstand zum nächsten Baum.

Die am häufigsten angebauten Gemüsesorten sind Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi und Radieschen, doch immer mehr Gemüsegärtner kommen auf die Idee, frischen, knackigen Spargel zu pflanzen. Favorit ist dabei der grüne Spargel – der schmeckt nicht nur aromatischer, er wächst auch in jedem Boden. Im Mai ist Erntezeit und der Spargel überrascht den Gärtner über Nacht mit einem Wuchs von bis zu zehn Zentimetern.

Im Frühsommer kann dann der Salat gepflanzt werden, besonders beliebt sind hier Rucola und Feldsalat – das empfiehlt sich jedoch nur, wenn diese Sorten auch von der Familie überwiegend und gerne verzehrt werden.

Wer den Gemüsegarten als Haupt-Hobby betrachtet, der kann sich ja mal an historische Obst- und Gemüsesorten wagen. Melde, Meerkohl und Pastinake sind nur einige der historischen Gemüsearten. Melde und Meerkohl sind relativ unbekannt, die Pastinake erlebt gerade wieder Hochkonjunktur, da sie gerne zur Herstellung von Babynahrung verwendet wird und als sehr verträglich gilt. Für den „jungen Gärtner“ eignen sich diese historischen Gemüsesorten am besten, da sie als äußerst robust gelten und Fehler nicht übelnehmen.

Kopfsalat gehört übrigens zu den beliebtesten Salatsorten und kann von Frühling bis Herbst angebaut werden. Der Kopfsalat mag es sonnig und wird ab April, nach ca. zehn Wochen Wachstum, geerntet.

Feldsalat hingegen ist sogar winterhart und bietet sich daher als perfekter Wintersalat an. Feldsalat kann ab Juli gepflanzt werden und ist ab Oktober bereit für den frischen Salat.