Landleben

Garten

Brunnen – Ein Wohlfühlfaktor für die Seele

Brunnen – Ein Wohlfühlfaktor für die Seele

von Tina Keil

Zur Verschönerung der Wohnung oder des Gartens ist ein Brunnen immer eine gute Idee. Dieser bringt nicht nur eine angenehme Atmosphäre ins Haus, sondern bietet zudem die Möglichkeit, seinen Garten mit Grundwasser zu bewässern. Es gibt viele Arten von Brunnen mit unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten.

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Edelsteinbrunnen sind für die Wohnung geeignet und werden als Zimmerbrunnen in einer Schale präsentiert. Unterschiedliche Steine sollen dabei für verschiedene Eigenschaften stehen. Der Rosenquarz genießt beispielsweise den Ruf, der Stein der Liebe zu sein, Orangencalcit wird dagegen gerne verwendet, um warme Farben ins Zimmer zu bringen.

Sie sind allerdings nicht nur als Dekoration geeignet, jedem Edelstein wird eine Wirkung nachgesagt, und jeder für sich hat eine spezielle Bedeutung. Insgesamt wirken sich diese Brunnen positiv auf das Raumklima aus und befeuchten die Luft.

Neben den Edelsteinbrunnen gibt es für die Wohnung auch Katzen- oder Hundebrunnen. Diese dienen dazu, den Tieren das Trinkverhalten schmackhafter zu gestalten. Das Wassersprudeln soll die Tiere zum Trinken animieren. Diese Technik wird von Tierärzten sogar empfohlen. Die Brunnen sind mit Aktivkohlefiltern ausgestattet und bieten in Verbindung mit der ständigen Wasserbewegung eine ganze Woche lang frisch schmeckendes Wasser.

Besteht das Interesse, den eigenen Garten individuell zu gestalten, so ist die Installation eines Holzbrunnens sicher nicht verkehrt. Dieser kann entweder fertig erworben oder selbst gebaut werden. Das Aussehen eines solchen Brunnens mutet nostalgisch an – ein Holzbrunnen mit Überdachung, einer Kurbel und einem Holzeimer, der durch ein Seil mit der Kurbel verbunden ist. Früher wurden diese Brunnen genutzt, um Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen zu schöpfen. Heute werden sie in den meisten Fällen zur Zierde auf das Gartengrundstück gesetzt.

Wer seinen Garten nicht nur individuell gestalten, sondern zusätzlich etwas Stil präsentieren möchte, für den könnte ein Marmorbrunnen die richtige Wahl sein. Bei diesen Zierbrunnen kann man an schönen Tagen dem Plätschern des Wassers oder aber dem Rauschen eines Springbrunnens lauschen – je nachdem, für wie viel „Leben“ sich der Gartenbesitzer entscheidet. Der richtige Platz ist maßgeblich, denn was bringt der größte und schönste Brunnen, wenn keine Bank mehr davor passt?

Um die Grundwasserversorgung für den Brunnen zu gewährleisten, sind unterschiedliche Methoden möglich. Zum einen gibt es den Schachtbrunnen, der aus dem Erdboden ausgeschachtet wird. Beim Bohrbrunnen wird mithilfe einer Bohrung ein System aus einem Filterrohr mit Sumpfrohr eingebaut. Dieses wird mit Filterkies umgeben und mit einem Vollwandrohr versehen. Die Tiefe des Brunnens orientiert sich an der Tiefe des Grundwassers. Sollen sehr flach liegende wasserführende Schichten erreicht werden, so wird eine Sickerrohrleitung verwendet. Hierbei werden Rohre aus Steinzeug, Beton oder Stahl in Gräben verlegt und in einem schwachen Gefälle zu einem Sammelschacht geführt. Hygienische Bedenken sind hier jedoch angebracht, da keine schwer wasserdurchlässigen Deckschichten vorhanden sind.

Zu guter Letzt gibt es noch Horizontalfilterbrunnen. Hier wird das Grundwasser über mehrere Fassungsstränge entnommen und durch hydrostatischen Druck in einen Sammelschacht eingeführt.

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Tatsache ist, ein eigener Brunnen schafft Unabhängigkeit und spart bares Geld. Im Sommer können Pflanzen abgekühlt werden, und auch Kinder sind von dem kühlen Nass begeistert. Eine relevante Frage ist dabei, ob das Wasser risikofrei genutzt werden kann. Dafür sollte immer eine Wasserprobe von einem zertifizierten Labor kontrolliert werden. Die Proben werden analysiert und genau untersucht, um herauszufinden, ob sie den neuesten DIN- und ISO-Normen entsprechen.