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Gemüsegarten

Gemüsegarten

von Tina Keil

In der Abteilung für Obst und Gemüse im Supermarkt achten immer mehr Menschen auf Qualität und greifen zur Bio-Ware. Aber es geht noch viel besser, wenn Sie wirklich Wert auf erntefrisches Gemüse legen, das unbelastet von Schadstoffen ist – und zwar mit dem eigenen Gemüsegarten.

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Vielleicht haben Sie unbewusst schon einmal den „Frischetest“ gemacht und die Tomaten oder anderes Gemüse genossen, das jemand in seinem eigenen Garten angebaut und geerntet hat. Sicher haben Sie dabei festgestellt: Das schmeckt ganz anders als das Gemüse aus dem Supermarkt, und zwar viel besser! Und das gilt auch im Vergleich zu Bio-Produkten.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Was Sie im eigenen Gemüsegarten ernten, kommt ganz frisch auf den Tisch. Bis Gemüse aber in der entsprechenden Abteilung im Supermarkt landet, dauert es seine Zeit. Und mit jeder Stunde, die die Produkte transportiert oder zwischengelagert werden, verlieren sie an Frische.

Wenn Sie einen eigenen Garten haben, und sei es auch ein noch so kleiner, können Sie sich immer wenigstens zum Teil selbst mit frischem Gemüse versorgen – vitaminreich, vollkommen ungespritzt und unbelastet. Die Fläche für einen Gemüsegarten muss gar nicht riesig sein. Für eine Vollversorgung mit Gemüse braucht man lediglich einen Bereich von etwa 40 qm pro Person. Wenn Sie nur ab und zu einmal wirklich frisches Gemüse ernten wollen, reichen schon 10 qm oder sogar noch weniger aus.

Allerdings, das darf man weder übersehen noch unterschätzen, macht ein Gemüsegarten Arbeit. Und diese Arbeit beginnt bereits bei der Planung, die man möglichst bereits im Winter vorbereiten sollte, damit man im Frühjahr gleich mit dem Pflanzen anfangen kann. Zuerst müssen Sie sich informieren, welche Gemüsesorten man in den hiesigen Breiten überhaupt anpflanzen kann, wann man das am besten tut und wann und wie dieses Gemüse geerntet werden sollte. Natürlich werden Sie unter den infrage kommenden Gemüsesorten nur diejenigen auswählen, die Ihnen schmecken – es sei denn, Sie haben vor, Ihren Freundeskreis mitzuversorgen oder Ihren Überschuss auf dem Markt zu verkaufen.

Was das Anpflanzen angeht, sollten Sie für Ihr Gemüse einen möglichst windgeschützten Ort suchen. Heutzutage legt man meistens mehrere kleine Beete an und nicht ein großes. Schmale Beete mit immer gleichem Abstand zwischen den Pflanzen bringen die besten Erträge. Fassen Sie bei der Aussaat oder beim Einpflanzen möglichst immer die Gemüsekulturen zusammen, die von den Terminen her zusammenpassen.

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Die Voraussetzung für einen eigenen Gemüsegarten ist natürlich, dass man auch zumindest etwas Spaß an der Gartenarbeit hat, denn sonst wird das alles nur eine mühsame Plackerei – und es kann sinnvoller sein, sich das frische Gemüse zwar nicht im Supermarkt, aber vielleicht auf einem Markt oder direkt beim Bauern zu kaufen. Und falls Sie keinen eigenen Garten haben – vielleicht kennen Sie jemanden, der einen Garten hat und Ihnen ein Stück davon überlässt, damit Sie Ihr eigenes Gemüse züchten können? Oder Sie überlegen sich, einen Schrebergarten anzumieten. Selbst in einer Großstadt gibt es Möglichkeiten, einen Gemüsegarten anzulegen; und wenn man auf dem Land wohnt, gilt das erst recht.