Landleben

Handarbeit

Stricken

Stricken

von Tina Keil

Stricken ist mit Sicherheit eines der schönsten Hobbys, um die eigene Kreativität auszuleben. Neben gestrickten Pullovern, Schals, Mützen oder Socken sind auch Taschen und Babyschuhe sehr beliebt. Wichtig ist es, den Mut nicht zu verlieren, wenn mal etwas nicht so klappt – und man muss auf alle Fälle Spaß an Wolle und Maschen mitbringen.

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Stricken gehört zu den ältesten und bekanntesten Handarbeitstechniken. Niemand kann genau sagen, wo es zum ersten Mal verwendet wurde, Ursprünge finden sich aber in Syrien und Ägypten. Dort wurden Strickarbeiten aus dem vierten und sechsten Jahrhundert gefunden. In Europa gibt es Funde, die auf etwa 300 n. Chr. datiert worden sind.

Im 19. Jahrhundert wurde Stricken nach und nach perfektioniert und von Frauen mithilfe der zahlreichen Strickanleitungen in Zeitschriften genutzt, um den Kleiderschrank zu füllen und warme Kleidung herzustellen. Später wurde daraus ein Markt, der den Frauen ein zusätzliches Einkommen brachte. Es folgten die ersten Strickmaschinen, die den Prozess des Strickens beschleunigten und Kleidungsstücke in kürzester Zeit anfertigen konnten – Stricken als Handarbeitskunst verlor seinen Reiz, und so entwickelte sich Stricken zu einem entspannenden und kreativen Hobby.

Ist Stricken schwer zu lernen?

Zuerst muss natürlich die Grundtechnik erlernt werden. Es wird mit einer einfachen rechten und linken Masche begonnen. Am Anfang ist sicher alles noch ungewohnt, aber mit etwas Übung sind die richtige Haltung der Nadeln und das Führen des Fadens kein Problem mehr und es stellt sich Routine ein. Das Stricktempo erhöht sich und die Maschen werden gleichmäßiger.

Die Beherrschung dieser Grundtechniken ist das A und O des Strickens, der Anschlag und eine saubere Randmasche sind das Wichtigste, neben dem Abketten. Einige Fragen gilt es auf alle Fälle vorher zu beantworten: Was passiert zum Beispiel, wenn mir eine Masche runterfällt, wie wird diese wieder aufgenommen?

Über Schmerzen in den Händen sollten Sie sich nicht wundern, anfangs halten viele die Nadeln in der ungewohnten Haltung so fest, dass dies vorprogrammiert ist. Mit der Zeit entkrampfen sich die Hände aber.

Was möchte ich eigentlich stricken?

Meines Erachtens sollte man mit kleinen Dingen anfangen, mit einem Babyschuh, einem Schal oder einem Kuscheltier zum Beispiel. Gerade bei Kuscheltieren sind Eltern ja vorsichtig. Schadstoffe, Produktionsfehler, Kleinteile, die sich ablösen – machen Sie es besser und stricken Sie ein Kuscheltier, das keine dieser Gefahren birgt. Wichtig ist eine detaillierte Anleitung, die aufzeigt, wie das gewünschte Kuscheltier gestrickt werden muss.

Ein kuscheliger Teddy ist einfach und für einen Anfänger kein Problem. Die Strickarbeiten beginnen an den Beinen, diese werden einzeln gestrickt und später an den Bauch angenäht, ebenso wie die Arme und der Kopf. Die Einzelnen Gliedmaßen müssen ordentlich ausgestopft werden, damit der Teddy auch wirklich ein Kuschelteddy wird. Die Ohren können nach dem zusammennähen mit einem Wollfaden abgebunden werden. Aus Filz oder Knöpfen wird dann das Gesicht des Teddys geformt.

Wer nach dieser Meisterleistung noch Lust hat, kann sich am Stricken von Kleidung versuchen, damit der Teddy nicht friert!

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Wer mit einem Teddy so gar nichts anfangen kann, mag vielleicht für einen Hund stricken. Hundefreunde freuen sich über Hundepullover, Jacken, Westen oder Röcke für ihre Vierbeiner. Kleidungsstücke für Hunde sind weiß Gott keine Seltenheit mehr. Gerade kleine Hunderassen werden im Winter niedlich verpackt, um sie vor Kälte und Nässe zu schützen.