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Lebensbaum

Lebensbaum

von Tina Keil

Lebensbäume sind äußerst beliebte Pflanzen, besonders als Hecke im hauseigenen Garten. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Sorten, wobei die meist genutzte wohl die Thuja Smaragd ist. Sie ist, wie der Name vermuten lässt, smaragdgrün, hat einen leichten Glanz und ist selbst im Winter immergrün. Die Nadeln sind glatt und fein und verleihen der Hecke ein attraktives und sauberes Erscheinungsbild. Auch als Einzelpflanze kann der Thuja Lebensbaum schöne Akzente im Garten setzen. Letztendlich wird sie als eine edle Pflanze ihrer Art bezeichnet – das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Die Pflanze ist in der Anschaffung nicht gerade günstig, dafür ist sie aber langlebig und bringt dauerhafte Freude ohne viel und aufwendige Gartenarbeit. Sie wächst schnell und ist innerhalb weniger Jahre blickdicht, sodass sie vor den neugierigen Blicken der Nachbarn und auch vor starkem Wind schützt.

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Wer denkt, eine solche Pflanze benötige viel Pflege, liegt falsch; die Thuja Smaragd ist mit Wasser alleine schon ziemlich zufrieden, liegt der Platz dann auch noch sonnig oder im Halbschatten, wächst sie wie verrückt – was Ungeduldigen sicher gerade recht kommt. Für die Thuja Smaragd ist außerdem kein Schnitt nötig. Durch den schmalen Wuchs, säulenförmig in die Höhe, erübrigt sich das Beschneiden der Seiten. Allerdings muss der Baum in der Höhe gestutzt werden, da er andernfalls 4-6 Meter hoch werden kann.

Die Thuja Smaragd wächst zwar in jedem Boden, dennoch sollte die Bodenbeschaffenheit überprüft und gegebenenfalls verbessert werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn gleich mehrere Lebensbäume gepflanzt werden sollen. Der Boden ist immerhin die Lebensgrundlage der Thuja und in ihm befinden sich die Nährstoffe, die der Baum mithilfe seiner Wurzeln zu sich nimmt. Staunässe ist für diese Pflanzenart ein großes Problem, aber gerade in Gärten, die durch schwere Maschinen Schaden an der Bodenstruktur genommen haben, ist Staunässe keine Seltenheit. Ein tiefgründiges Aufgraben oder aber die Beigabe von Drainagekies kann das Problem lösen. Außerdem sollten die Pflanzen über ausreichend Humus verfügen. Hier wäre eine Schicht von 20 cm sinnvoll. Durch die Beigabe von Kompost kann die Thuja schneller wurzeln.

Ist der Lebensbaum dann im Garten angekommen und hat ihre Wurzeln ausgestreckt, bleibt nur noch die richtige Pflege. Das bedeutet in erster Linie: viel und ausreichend Wasser – zeigt der Lebensbaum erste braune Stellen, deutet das meistens nicht auf eine Krankheit, sondern auf ein Flüssigkeitsdefizit hin. Während der Sommermonate muss je nach Trockenheit regelmäßig bewässert werden. Alle 1-2 Wochen ein Gießdurchgang ist dabei Pflicht. Auf Dünger kann nach dem Anwurzeln vorerst verzichtet werden. Nach vier Wochen sollte dann die erste Düngung erfolgen, aber nicht später als im Monat Juli, da es andernfalls im Herbst zu einem Unnatürlichen Wachstum kommen würde. Die Thuja freut sich über Stallmist genauso wie über Kunst- oder Mineraldünger. Oft wird Blaukorn verwendet.

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Die beste Zeit zum Pflanzen einer Thuja-Hecke ist von Anfang Oktober bis Ende April. Hierbei sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Bodenbeschaffenheit nicht zu feucht ist, damit das Bäumchen bei der Pflanzung nicht im Morast versinkt. Die Thuja wird sehr gerne in der Homöopathie verwendet, es wird eine Tinktur hergestellt, die unter anderem gegen chronische Erkältungen sowie Warzen helfen soll. Hier ist allerdings Vorsicht angeraten. Die Thuja selbst – insbesondere die Spitzen der Zweige sowie Holz und Zapfen – ist stark giftig. Sie kann Hautreizungen verursachen und bei oraler Einnahme zum Tod führen.