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Garten

Gartenteich

Gartenteich

von Tina Keil

Ein Gartenteich ist ein kleines, ganz eigenes Biotop, verschönert jeden Garten und ist gleichzeitig ein wunderschönes Hobby. Stattet man ihn darüber hinaus mit einem Springbrunnen oder einem kleinen eingebauten Wasserfall aus, wird man sich an lauen Sommerabenden nicht mehr daran sattsehen können.

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Allerdings, das darf man nicht unterschätzen, macht so ein Gartenteich natürlich auch eine Menge Arbeit. Einfach irgendwo ein Loch buddeln, Wasser einfüllen und Fische einsetzen – damit ist es nicht getan.

Fische – damit sind wir gleich bei der ersten Frage, die man sich stellen muss, wenn man einen Teich anlegen möchte. Soll es einfach nur das i-Tüpfelchen für einen schönen Garten sein, vielleicht mit Seerosen bepflanzt und mit Schilf um den Teich herum? Oder sollen in dem Teich auch Fische oder andere Tiere wie beispielsweise Wasserschildkröten gehalten werden? Dann muss der Teich entsprechend größer geplant werden. Übrigens: Frösche und Libellen kommen mit ein bisschen Glück von ganz alleine zum Teichbiotop, darum muss man sich wirklich nicht bemühen!

Grundsätzlich gibt es drei Arten, einen eigenen Gartenteich anzulegen. Entweder man kauft eine vorgefertigte Teichwanne, die es in den verschiedensten Größen und Formen gibt, oder man gießt die entsprechende Wanne, zum Beispiel aus Zement, selbst, oder aber man legt einfach ein selbst gegrabenes Loch mit Teichfolie aus.

Welche Methode zum Anlegen des Gartenteichs die beste ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Es hängt unter anderem davon ab, welche Vorstellungen Mann oder Frau von der Größe und Form des Teiches hat. Womöglich gibt es gar nichts Vorgefertigtes, das den eigenen Vorstellungen entspricht – dann muss man eben zur Marke Eigenbau greifen.

Die Entscheidung darüber, welche Teichpflanzen und Fische in den Gartenteich gesetzt werden sollen, muss vor dem ersten Spatenstich getroffen werden. Je nach Fischart gibt es nämlich unterschiedliche Anforderungen an Größe und Tiefe des Teichs. Die richtige Größe ist auch dafür entscheidend, ob man ein Biotop schaffen kann, das sich weitgehend selbst reinigt und nicht ständig gesäubert werden muss.

Eine Tiefe von etwa 80 bis 100 Zentimetern sollte eingeplant werden, zumindest in der Mitte des Teiches. Für Koi-Fische braucht man allerdings schon mindestens 1,5 Meter. Von der Fläche her ist ein Teich mit etwa 15 Quadratmetern ideal, es geht aber natürlich auch kleiner oder größer.

Es sollte jedem bewusst sein, dass große und tiefe Teiche im Winter nicht so schnell zufrieren, denn die Eisschicht auf dem Teich ist für die Fische eine große Gefahr, vor allem, wenn noch Schnee darauf liegt.

Ein Fischhändler kann da genaue Hinweise geben, was die einzelnen Fischarten an Raum und Tiefe benötigen, und Sie können dann entsprechend planen. Typische Fische für den Gartenteich sind Goldfische, Bitterlinge und Koi-Karpfen. Der Goldfisch ist dabei der beliebteste Fisch von allen. Er ist fast in jedem Gartenteich anzutreffen, ist anspruchslos und kann sich im Teich selbstständig ernähren. Für berufstätige Menschen ist der Goldfisch deshalb der ideale Teichbewohner.

Idealerweise sollte der Gartenteich von einem Fachmann angelegt werden. Wird jedoch mangels Geld oder aus eigenem Antrieb heraus die Marke Eigenbau bevorzugt, ist das auch ohne Probleme möglich. Spezielle Fachliteratur für das Anlegen von Teichen sowie entsprechende Internetseiten von erfahrenen Eigenbauern bieten hilfreiche Anleitungen und Tipps.

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Sie brauchen nicht einmal einen riesigen eigenen Garten. Auch auf einer Terrasse ist es mit einiger Planung und etwas Geschick problemlos möglich, ein kleines Teichparadies entstehen zu lassen.