Landleben

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Frühblüher

Frühblüher

von Tina Keil

Die Vorfreude auf den Frühlingsbeginn ist für wahre Gartenfreunde kaum noch auszuhalten. Dann können sie endlich nach einem langen und anstrengenden Winter wieder einem der beliebtesten Hobbys Deutschlands frönen. Ein schöner Garten muss gepflegt werden, denn nur so wird das Pflanzenwachstum begünstigt und die optischen Anreize eines sorgfältig angelegten Gartens bleiben erhalten.

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Um im neuen Jahr reichlich früh Freude an der Blütenpracht zu haben, können schon im Herbst des Vorjahres Zwiebeln gesteckt werden. Besonders beliebt sind Frühblüher wie Krokusse, Narzissen, Winterjasmin, Schneeglöckchen, Primeln, Osterglocken und viele mehr. Bereits im Februar trauen sich die ersten Frühblüher aus der Erde und sorgen dafür, dass der Winter den Rückzug antritt.

„Die Klassiker im Frühlingsgarten“

Primeln sind zum Glück sehr pflegeleicht und gedeihen auch an halbschattigen Plätzen. Sie müssen zu Beginn des Frühjahrs mit genügend Dünger versorgt und reichlich gegossen werden. Welke Blätter müssen möglichst schnell entfernt werden, um das Wachstum der Blütenpracht nicht zu stören. Sie ist so vielseitig und kann im Blumenbeet aber auch im Balkonkasten gepflanzt werden – der blütenfrische Duft ist typisch für Primeln. Im Frühjahr stehen Primeln übrigens auf Platz 1 der Verkaufsschlager unter den Frühlingsblumen.

Krokusse haben becherförmige Blüten und blühen in verschiedenen Farben in vielen Gärten, aber auch in der freien Natur. Der Standort für Krokusse ist idealerweise hell und sonnig. Sie benötigen sehr wenig Wasser und blühen bereits am Ende eines Winters in voller Farbenpracht und als Blütenteppich, denn sie vermehren sich von Jahr zu Jahr zusehends. Die Vielfalt der Krokusse ist dabei sehr groß, abgesehen von den verschiedenen Blütenfarben überraschen sie auch mit besonderen Zeichnungen und Farbverläufen.

Narzissen gehören ebenfalls zu den Frühblühern und sollten in der vollen Sonne stehen. Dünger und reichlich Wasser benötigen sie besonders in der Wachstumszeit. Während der Blütezeit leuchten sie in wunderschönem Gelb und Weiß und erfreuen im Garten oder Balkonkasten jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Blütenpracht. Wie so mancher Sonnenanbeter unter den Menschen genießt auch die Narzisse die Sonne und streckt und reckt sich in ihre Richtung. Es schadet ihr aber auch nicht, wenn sie etwas Schatten bekommt.

Schneeglöckchen mögen volle Sonne, breiten sich später jedoch auch unter dicht gewachsenen Bäumen gut aus. Sie haben zarte, elegante Blüten und stehen unter Naturschutz, was bedeutet, dass sie nicht in der freien Natur ausgegraben werden dürfen. Schneeglöckchen dürfen nicht verzehrt oder verschluckt werden, da die Pflanzenteile giftig sind und zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Kreislaufstörungen führen können.

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Alle Frühblüher sollten allerdings vor bzw. während der Blüte gedüngt werden. Braune Blätter müssen sofort entfernt werden, damit die Pflanze weiterhin die Kraft zur Samenbildung behält. Das Laub hingegen sollte erst abgeschnitten werden, wenn es gelb und trocken ist, da die Nährstoffe des Laubs für die Blüte im Folgejahr benötigt werden. Im Sommer zieht sich das Laub von selbst ein und speichert die darin steckende Energie. Doch Sie müssen sich keineswegs auf die oben genannten Frühblüher beschränken, denn es gibt ganze 162 Arten von Frühblühern, mit denen Sie Ihren Garten in ein buntes Farbenmeer verwandeln können.